Dieser Post kommt ein bisschen spät. Die Nachricht stammt von Ende August. Sie ist aber immer noch relevant:
Die Initiatoren hinter dem palästinensisch-israelischen Magazin “Bitterlemons” geben auf. Es ist schade um eines der interessantesten und hochkarätigsten Projekte dieser Art. Noch schlimmer ist aber, dass die Gründe, die sie anführen, symptomatisch für die Gesamtsituation in Israel und Palästina sind. Nicht nur der offizielle Friedensprozess ist tot. Auch von Dialog und Verständigung, ob auf zivilgesellschaftlicher, persönlicher oder politischer Ebene ist praktisch keine Rede mehr. Initiativen wie die Genfer Initiative, die beide Seiten zusammenbringen wollen, stoßen inzwischen auf offenen Protest seitens der Palästinenser und auf bestenfalls gähnendes Desinteresse bei den Israelis.
Der Israeli Yossi Alpher, einer der beiden Initiatoren von Bitterlemons, gibt einen ziemlich deprimierenden, aber realistischen Ausblick. “Es gibt keinen Friedensprozess und keine Aussicht auf einen.” Und auch informelle “Track II”-Diplomatie zu diesem Zweck gebe es immer weniger:
